Krankenhaus Tabea wendet weltweit neue Therapiemethode gegen chronischen Kreuzschmerz an

24.08.2017 | 15:41

Rückenschmerzen sind in Deutschland das am weitesten verbreitete Volksleiden

Ungefähr zwei Drittel aller Menschen klagen in ihrem Leben mindestens einmal über Kreuzschmerzen – dem typischen Schmerz im unteren Bereich der Wirbelsäule. Bei sieben Prozent entwickelt sich ein chronisches Leiden. Die Beschwerden sind dabei nicht auf einen Bandscheibenvorfall oder Fremdeinwirkung zurückzuführen, sodass ein operativer Eingriff keine Besserung versprechen würde. Auch helfen Physiotherapie und konservative Schmerztherapie hier nicht ausreichend. Das Zentrum für Orthopädische Chirurgie am Krankenhaus Tabea hat nun eine neue Behandlungsmethode etabliert: Ein implantierbarer Neurostimulator verspricht nach den Ergebnissen erster Studien Besserung für die Patienten. Das ReActiv8®-System aktiviert mittels minimaler elektrischer Reize die Tiefenmuskulatur im unteren Rücken, die bei Patienten mit chronischem Kreuzschmerz zurückgebildet ist, Fehlhaltungen hervorruft oder nicht richtig angesteuert wird. Die Fachklinik der Artemed-Gruppe ist eines der ersten Häuser weltweit, die das neue Verfahren unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Jan Schilling anwendet. 

„Wir haben mit dem neuen Verfahren die Möglichkeit, chronischen Kreuzschmerz minimal-invasiv und höchst effizient zu behandeln. Es ist keine offene Operation an der Wirbelsäule nötig, wodurch eine Reihe von typischen Risiken bei Behandlungen an der Wirbelsäule entfällt“, so Dr. Schilling. Nach der europäischen Zulassung im Mai 2016 durch die CE-Zertifizierung ist das Krankenhaus Tabea eine der ersten orthopädischen Fachkliniken, die das ReActiv8-System anwenden.

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