Anhörung zur geplanten Flüchtlingsunterkunft Björnsonweg

18.06.2015 | 08:44

Die Aula der Grundschule der Gorch-Fock-Schule war an diesem Abend rappelvoll.

Am 15. Juni fand die öffentliche Anhörung zur geplanten Flüchtlingsunterkunft, die am Ende des Björnsonweges entstehen soll, statt.

Auf dem Podium saßen die Fachleute der zuständigen Behörden (Bauamt, BASFI, Bezirksamt Altona,Polizei), VertreterInnen der politischen Parteien,  des  zukünftigen Unterkunftsträger „pflegen und wohnen“ und des Runden Tisches Blankenese-Hilfe für Flüchtlinge, im Publikum eine große Gruppe von  Anwohnerinnen und Anwohner des Björnsonweges und der angrenzenden Straßen sowie viele weitere Interessierte aus dem Stadtteil.

Zunächst wurden die Planungen vorgestellt, danach berichtete Helga Rodenbek vom Runden Tisches Blankenese-Hilfe für Flüchtlinge über die ehremamtliche Arbeit des Runden Tisches und über die langjährigen positiven und bereichernden Erfahrungen mit der Begleitung und Unterstützung von Flüchtlingen.

Im Anschluss gab es Möglichkeit für Statements und Fragen aus dem Publikum.

Dabei wurde deutlich, dass unter den Anwesenden eine große Bereitschaft herrscht, die Flüchtlinge zu begrüßen und zu unterstützen; viele berichteten von positiven Erfahrungen, die sie z.B. mit den BewohnerInnen der früheren Flüchtlingsunterkunft hatten.

Aber es wurden auch sehr differenziert die Sorgen und Befürchtungen genannt: Insbesondere ging es um die geplante Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner, die Vielen mit 192 Flüchtlingen viel zu hoch erscheint, um die schlechte Infrastruktur – die nächste Bushaltestelle ist 500 Meter entfernt, es gibt keine direkten Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe, um die Verkehrs- und Baubelastung während der Bauphase, um die zu geringe Präsenz und Anzahl der SozialarbeiterInnen vor Ort und um die Befürchtung, dass die Sozialstruktur der Flüchtlinge nicht zum Umfeld passen wird.

Die Statements aus dem Publikum wurden von den PolitikerInnen und den Fachleuten auf dem Podium gehört und notiert und es muss abgewartet werden, inwieweit die Anliegen bei weiteren politischen und Verwaltungsentscheidungen diskutiert und berücksichtigt werden.

Autorin: Kerstin Beilcke

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