22. Januar

kein scharfes Bild
kein scharfes Bild

Wie beruhigend,
dass wir das meiste 
nur
unscharf
wahrnehmen.

Stefan Rogal

 

dunstig

21. Januar

Spott ist der Dunst kleiner Herzen.

Alfred Lord Tennyson

20. Januar

Wie Schnee, so schmilzt der Tag.  -  Titus Maccius Plautus

 

19. Januar

Schnee aus dem Osten

Die Bilder sind von 
gestern

Schnee
wird immer mehr
zu Schnee
von gestern.

Andrea Mira Meneghin

 

18. Januar

Umkehr

Wege entstehen dadurch,
dass man sie geht!’

Franz Kafka 

17. Januar

freier Stil
Der eine wartet,
dass die Zeit sich wandelt.

Der andere packt sie kräftig an -
und handelt.
 
Johann Wolfgang von Goethe 

16. Januar

hoher Wasserstand

Die Zeit und die Flut warten auf niemanden.

Rabindranath Tagore

15. Januar

Feuerball

Auch Schwarzmaler stehen unter Konkurrenzdruck.
Morgenröte bleibt gratis.

Karl-Heinz Karius

14. Januar

Eine Aussage über den Islam, die sicher jeder radikalen Religonsgemeinschaft zu denken geben sollte:

Der radikale Islam mag einen Anker der Gewissheit in einer Welt technologischer und wirtschaftlicher Stürme versprechen - doch um durch einen Sturm hindurchzusteuern, braucht man eine Karte und ein Ruder dringender als einen Anker.

aus Homo Deus von Y. N. Haran

13. Januar

demnächst neue Nachbarn im Björnsonweg

Bei diesem Wetter: Lesezeit. Ganz vorne in "Origin" von Dan Brown: 

Wir müssen bereit sein, 
uns von dem Leben zu lösen, 
das wir geplant haben, 
um das Leben führen zu können, 
das uns erwartet.

Joseph Campbell

Klönschnack

12. Januar

volles Haus

ein Blick zurück: Gestern der Neujahrsempfang auf dem Süllberg. Alle ... waren da. Ein guter Start auf dem Hügel. 

Übereinander reden ist Silber
– miteinander reden Gold.

Helmut Glaßl

11. Januar

Amerigo Vespucci

Welcher Entdecker hat das schon bemessen, wie weit sich die äußersten Vorgebirge der Möglichkeit ins Meer der Unmöglichkeit hineinstrecken?

Johann Nepomuk Nestroy

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Amerigo Vespucci - anspruchsvoller Besuch - Kaufmann, Seefahrer und Entdecker (Container...) - Namensgeber für den Doppelkontinent "Amerika"

10. Januar

Groß ist die Welt, besonders oben!

Wilhelm Busch

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...und der Blick aus dem 16. Stock auf den Hafen - vom Morgen bis zum Abend

9. Januar

Weitblick

 

Den Blick heben
schafft Weite

Anke Maggauer-Kirsche

8. Januar

Sonnenaufgang über Airbus...

Von mirakulöser Schönheit.

Georg Christoph Lichtenberg
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An was Lichtenberg bei diesem Ausspruch gedacht hat...? Der Fotograf wüßte es - und konnte sich bei der Schönheit nicht für ein Foto entscheiden... - am Morgen nicht und am Abend auch nicht!

7. Januar

blau eben

So lange der Ausgang einer gefährlichen Sache nur noch zweifelhaft ist, so lange nur noch die Möglichkeit, daß er ein glücklicher werde, vorhanden ist, darf an kein Zagen gedacht werden, sondern bloß an Widerstand; wie man am Wetter nicht verzweifeln darf, so lange noch ein blauer Fleck am Himmel ist.

Arthur Schopenhauer

Heute ist an Zweifel doch nicht zu denken...

6. Januar

Die Könige im Krippenspiel

Die Weisen aus dem Morgenland

Da Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern aufgehen sehen und sind gekommen, ihn anzubeten. Als das der König Herodes hörte, erschrak er und mit ihm ganz Jerusalem, und er ließ zusammenkommen alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes und erforschte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte. Und sie sagten ihm: In Bethlehem in Judäa; denn so steht geschrieben durch den Propheten (Micha 5,1): »Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist mitnichten die kleinste unter den Fürsten Judas; denn aus dir wird kommen der Fürst, der mein Volk Israel weiden soll.« Da rief Herodes die Weisen heimlich zu sich und erkundete genau von ihnen, wann der Stern erschienen wäre, und schickte sie nach Bethlehem und sprach: Zieht hin und forscht fleißig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so sagt mir's wieder, dass auch ich komme und es anbete. Als sie nun den König gehört hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie hatten aufgehen sehen, ging vor ihnen her, bis er über dem Ort stand, wo das Kindlein war. Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut und gingen in das Haus und sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe. Und da ihnen im Traum befohlen wurde, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Weg wieder in ihr Land. 

Die Bibel

 

5. Januar

mit schnellem Schritt

Auswandern ist für die meisten
alles andere als eine Wanderung.

Walter Ludin

 

4. Januar

nur ein Koffer - abgestellt oder vergessen

Angst
ist Bedrohung
durch alles
und nichts.

Manfred Hinrich

3. Januar

von oben - noch vor dem Sturm

Ein Weiser im alten China wurde von seinen Schülern gefragt:
„Du stehst nun schon so lange an diesem Fluss und schaust ins Wasser. Was siehst du denn da?“
Der Weise schwieg. Er wandte seinen Blick nicht ab von dem unablässig strömenden Wasser. Schließlich sprach er:
„Das Wasser lehrt uns, wie wir leben sollen. Wohin es fließt, bringt es Leben und teilt sich aus an alle, die seiner bedürfen. Es ist gütig und freigiebig.
Die Unebenheiten des Geländes versteht es auszugleichen: 
Es ist gerecht.
Ohne seinen Lauf zu zögern, stürzt es sich über Steilwände in die Tiefe. 
Es ist mutig.
Seine Oberfläche ist glatt und ebenmäßig, aber es kann verborgene Tiefen bilden. 
Es ist weise.
Felsen, die ihm im Lauf entgegenstehen, umfließt es. 
Es ist verträglich.
Aber seine Kraft ist Tag und Nacht am Werk, das Hindernis zu beseitigen. 
Es ist ausdauernd.
Wie viele Windungen es auch auf sich nehmen muss, niemals verliert es die Richtung zu seinem ewigen Ziel, dem Meer, aus dem Auge. 
Es ist zielbewusst.
Und sooft es auch verunreinigt wird, bemüht es sich doch unablässig, wieder rein zu werden. 
Es hat die Kraft, sich immer wieder zu erneuern.
Das alles ist es, warum ich auf das Wasser schaue. 
Es lehrt mich das rechte Leben!“

Autor unbekannt

 

2. Januar

Das Weihnachtstor steht noch.

Wann endet denn (endlich) die Weihnachtszeit?

Die Alten konnten noch feiern. Die Tradition spricht von 40 Tagen nach Weihnachten - gefeiert mit "Mariä Lichtmess", der Darstellung Jesu im Tempel am 2. Februar.
Heute können / könnten die Evangelischen zumindest noch länger feiern.
Wie die Adventszeit als Vorbereitungszeit für das Weihnachtsfest gesehen wird, so wird in der Epiphaniaszeit "nachgefeiert", vertieft. Sie beginnt am 6. Januar mit dem Epiphaniasfest. Traditionell sind hier die "Heiligen Drei Könige" mit der Entdeckung des Kindes in der Krippe im Mittelpunkt. Der letzte Sonntag nach Epiphanias (dem Fest der Erscheinung Gottes in der Person, in dem Leben Jesu) wird in diesem Jahr am 21. Januar gefeiert. Noch viel Zeit also für Weihnachten! Ob der Baum so lange durchhält...?

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unten: Bewegungen 

1. Januar

Für die ersten Schritte (wenn auch nicht "mit weißer Pracht") ins Neue Jahr: 

Ich setzte den Fuß in die Luft,
und sie trug.

Hilde Domin

Januar

Ilsabe H.