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Der Wiener Professor Paul Michael Zulehner hält es für einen großen historischen Fehler der europäischen Christen, dass sie sich auf die Frage eingelassen haben, wozu Gott nützlich sei: Das psychische Wohlergehen des Einzelnen, die Begründung von Werten oder was auch immer man als Gebrauchswert Gottes definiere, sei ersetzbar und damit von Atheisten verwendbar für eine Argumentation gegen die Existenz Gottes.
Die Christen hätten Gott durch "Vernützlichung" in Misskredit gebracht und der Atheisierung europäischer Gesellschaften Vorschub geleistet, ist Zulehner überzeugt. "Ich brauche Gott nicht und antworte deshalb nicht auf die Frage, wozu ich ihn brauche"! Ihn selbst interessiere eher die Frage, ob Gott ihn brauche zur Vollendung seiner Heilsgeschichte.
Zulehner auf einer Podiumsdiskussion in Dresden









