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Cantus Blankenese wurde im Mai 2001 als finanziell unabhängiger Gemeindechor gegründet. Wir sind eine Gruppe von etwa 30 Sängerinnen und Sängern, die meisten verfügen über langjährige Chorerfahrung. Wichtig ist uns das Singen im Gottesdienst und wir veranstalten zwei bis drei Konzerte im Jahr, singen dort a-capella-Musik von der Renaissance bis zur Gegenwart.
Katharina Pauk: Tel.87007842
Gisela Sckopp: Tel.860768
Ottfried Stoll: Tel. 818534
Der Cantus Blankenese ehrt Robert Schumann zu seinem 200. Geburtstag mit einem Chorkonzert. Dies ist durchaus ungewöhnlich, da von Schumann gerade einmal 5 Sammlungen von Chorwerken verzeichnet sind, die zudem noch selten aufgeführt werden. Vier dieser Werksammlungen sind mit „Romanzen und Balladen“ überschrieben und wurden alle in Dresden im Jahr 1849 komponiert, als seine Krankheit bereits ausgebrochen war, er aber noch arbeiten und einem normalen Tagesablauf nachgehen konnte.
Gut zehn Jahre später komponierte der gute Hausfreund der Schumanns, Johannes Brahms, eine Sammlung von Chorwerken für seinen Hamburger Frauenchor. Er nannte die Sammlung „Lieder und Romanzen“ und benutzte damit einen ähnlichen Titel wie Schumann, was ihm viele Freiheiten hinsichtlich der Form und des Inhalts der Lieder ließ. Genauso handhabte er es 1883/84, als er noch einmal die selbe Formulierung für eine Sammlung von Chorwerken für gemischten Chor benutzte.
Die Titel der Werke weisen auf ihren erzählerischen und romantisch-poetischen Inhalt hin. Die Szenerie der vertonten Gedichte ist geprägt von Jägern und Mägden, von Vöglein und Falken sowie von Rosen und Wäldern. Und sogar ein Fiedler und der Bänkelsänger Willie spielen zum Tanz auf. Sie alle treten in enge Beziehungen zueinander und sind manchmal Spiegelung der inneren emotionalen Vorgänge, manchmal Kontrast zu den Gefühlen und Empfindungen der handelnden Personen. Diesen inneren Vorgängen und ihrem Ausdruck in der Musik möchte der Cantus mit seinem Konzert nachspüren, sie erläutern und verständlich machen.
Den volksliedhaften Charakter der Chorwerke und Gedichte unterstreichen auch die „Stücke im Volkston“ von Robert Schumann für Cello und Klavier. Sie entstanden im selben Jahr wie die „Romanzen und Balladen“ und tragen Titel wie „Mit Humor“ oder „Nicht schnell, mit viel Ton“. Sie lassen daher viel Raum für die eigene Phantasie und Gedankenwelt. Ob sich darin dann auch der Bänkelsänger Willie wiederfindet?
Konzert des Cantus Blankenese, Leitung: Hartwig Willenbrock
Cello: Hanno Kuhns
Klavier: Dirk Früauff
Samstag, 25. September 2010, 18 Uhr
Gemeindesaal der Blankeneser Kirche am Markt, Mühlenberger Weg 64
Eintritt 8,- €, erm. 5,- €
„Heinrich Schütz - Musicus poeticus“- unter diesem Titel veranstaltete der Cantus Blankenese am 24.4.2010 sein neuestes Konzert in der Blankeneser Kirche. Die aufgeführten Werke zeigten eindrucksvoll, wie sehr Schütz diesen Titel zu Recht verliehen bekam, wie sehr es ihm gelingt, mit seiner Musik den Inhalt eines Textes poetisch zu verdichten.
Nach der deutschen Litanei (eine freie Nachdichtung des mittelalterlichen Gebets von Martin Luther)mit Chor und Solochor, der wie aus der Ferne Gott immer wieder um Erbarmen bittet, folgten Teile der 12 Geistlichen Gesänge, die dem Ablauf einer Messe folgend angeordnet sind. Schlichte und eindringliche Melodien wurden so intensiv und klangrein vorgetragen, dass eine berührende Atmosphäre entstand. Der Chor hat es wunderbar verstanden, Schütz begeisterte Verkündigung ausdrucksvoll wiederzugeben. Die drei Orgelstücke von J.S. Bach, von Friederike Spangenberg nuanciert vorgetragen, rundeten das Konzert harmonisch ab. Man darf gespannt sein auf das nächste Konzert des Cantus Blankenese am 25.9.2010, 18 Uhr mit Romanzen und Balladen von R. Schumann.
Freude am gemeinsamen Singen
Am 28. Februar und am 1. März 2009 gestalteten die Kantorei Maria Grün unter der Leitung von Peter Hoffmann und Cantus Blankenese unter der Leitung von Hartwig Willenbrock gemeinsame Konzerte aus Anlass des zweihundertsten Geburtstags von Felix Mendelssohn - erst in der Blankeneser Kirche am Markt, dann in Maria Grün. Drei achtstimmige Werke wurden gemeinsam, im ökumenischen Geist, gesungen, andere geistliche und weltliche Stücke brachten die Chöre allein dar. In den Proben und Aufführungen lernten sich die Sänger und Sängerinnen kennen, in „unserem Konzert“ wuchsen die beiden Chöre zusammen. Nach einem gemeinsamen Ausklang bei „Speis und Trank“ hieß es: Dieses Erlebnis wollen wir wiederholen.