Ignoriert - vergessen - wiederentdeckt

Einführungsvortrag mit Bildern und Musikbeispielen von Dr. Anke Schmitt und James Lask, Musikwissenschaftler aus Wedel

Mit diesen knappen Worten beschreibt die Musikwissenschaft die Rezeptionsgeschichte jenes gewaltigen Werkes, das heute für viele Menschen zum Karfreitag gehört wie Bachs Weih­nachtsoratorium zu den Festtagen im Dezember. Bevor Felix Mendelssohn Bartholdy mit der ambitionierten Wiederauf­führung der Matthäus-Passion am 11. März 1829 eine bei­spiellose Bach­Renaissance auslöste, waren nur wenige Teile daraus einem Fachpublikum bekannt. Noch für Karl Fried­rich Zelter, den Lehrer Mendelssohns, fielen jene Chorsätze, die er mit einem kleinen Kreis seiner Berliner Singakademie einstudierte, unter die Rubrik „borstige Stücke“. Heute gilt die Matthäus-Passion als größtes Werk der protestantischen Kirchenmusik.

Ort: Gemeindehaus

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