Heinz Gellrich und Frank Corcoran: Bilder hören, Töne sehen

Heinz Gellrich, Leben I-III, Tryptichon zur 2. Symphonie von Frank Corcoran, Öl auf Malpappe, 60 x 80 cm, 2015

Ausstellungseröffnung mit Thomas Sello, Kunsthistoriker

Programm: Vocalise für Heinz Gellrich, 2. Symphonie, Vertonung von fünf Haikus (Frank Corcoran) und Lieder von Johannes Brahms
Ausführende: Corinna Meyer-Esche, Mezzosopran, Jennifer Hymer, Klavier

Die Hamburger Hochschule für Musik und Theater hat die beiden Professoren zusammengebracht – der eine Komponist, der andere Bühnenbildner. Es war eine Zeichnung aus dem Jahre 1965, die Frank Corcoran im Jahre 2014 bei einem Besuch im Atelier von Heinz Gellrich entdeckte. Dargestellt waren die unergründlichen Bewegungen der
Kulturgeschichte, von mittelalterlichen Domen und anderen Kulturdenkmälern bis zur Gegenwart – Visionen, wie sie Hieronymus Bosch vor 500 Jahren gemalt haben könnte. Dieses Blatt inspirierte den irischen Komponisten zu seiner 2. Sinfonie. Und während diese im Atelier des Malers auf CD erklang, verwandelte Gellrich die Musik mit Ölfarbe wiederum in Bilder. Er übersetzte die tiefen, ozeanischen Töne, Linien und Rhythmen des ersten Satzes in seine eigene abstrakte Komposition, mit eigener Textur, Dichtigkeit und Bewegung. Das Tryptichon hängt als zentrales Werk in der Ausstellung. Heinz Gellrich genießt als Maler die Freiheit von Bühnengeschehen und Regisseuren, zu denen häufig John Neumeier gehörte. Und für den experimentellen Komponisten, auf den Spuren von Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“, liegen Farben und Töne immer dicht beieinander.

Konzertabend zur Ausstellung: Sa 27. Januar, 19 Uhr
www.frankcorcoran.com

Ort: Gemeindehaus

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