Einsichten und Ausblicke - vom Interieur zur Landschaft

Es gibt keine spektakulären Ansichten. Touristen wären gewiss abgeschreckt, wenn man sie mit diesen Landschaftsbildern locken wollte: Vorstadt- und Flussansichten, Gärten oder die eingestürzte Schutzhütte mitten im Wald. Obendrein sind die Himmel meist verhangen. Und der Blick ist verstellt durch Fensterrahmen und andere Bildstörungen oder einfach nur durch ein Lineament, oft geradezu gekritzelt über die in raffinierter Mischtechnik dargestellte Natur.

Nicht anders sind die Innenräu me der Malerin Gudrun Becker aus Wedel, die zwischen 1954 und 1958 an der Hamburger Hochschule für Bildende Künste studierte und gut zehn Jahre lang Kunsterzieherin war, bevor sie sich ab 1972 ganz der Malerei widmete. Gudrun Beckers Auge sucht keine Kostbarkeiten, kein Designer-Mobiliar. Es geht auf den menschenleeren Bildern, wie schon bei den Stillleben-Malern des Barock, um den Verfall, die Veränderung und die Schönheit der Vergänglichkeit. Dies gilt nicht nur für die Motive, sondern auch für den Malstil.

Ausstellung bis 3. Dezember
Finissage: Fr 1. Dezember, 19 Uhr

Ort: Gemeindehaus

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