Die Zeit heilt nicht alle Wunden

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Deutschland hat seit der Befreiung 1945 den Ruf einer demokratischen, friedfertigen Gesellschaft erworben. Und doch treten bsonders bei älteren Menschen seit einigen Jahren psychische Belastungen auf, deren Ursache längst vergessen geglaubte Erlebnisse sind. Die Belastungen werden an Kinder und Kindeskinder weitergegeben. "Die psychischen Auswirkungen von Kriegserfahrungen wirken bis in heutige Genetrationen nach" sagt Silvia Linz. Die Diplom-Psychologin und Leiterin des Therapeutischen Hofs Toppenstedt erklärt, über welche Wege Kriegstrazmata nachfolgende Generationen beeinflussen, und wie wir die eigene Betroffenheit erkennen. Linz: "Selbst wenn dieEreignisse erst spät in der Erinnerung wieder auftauchen, haben schwere psychische Belastungen weitere Generationen bereits erreicht."
Schon der Erste Weltkrieg als erste zentrale Kriegserfahrung des 20. Jahrhunderts hat bewirkt, dass die Eltern der Kriegskinder des Zweiten Weltkrieges bereits selbst Kriegskinder des ErstenWeltkrieges waren. Seit 1914 erleben wir in Deutschland eine lange Gescichte oft traumatischer Kriegserfahrungen - an der Front oder als zivile Opfer. Was geshieht in der Psyche dieser Menschen? Können heutige Generationen die psychischen Auswirkungen lindern? Ein Vorztrag mit Diskussion.
In Kooperation mit dem Diakonischen Werk Hamburg-West/Südholstein

Ort: Gemeindehaus Blankenese, Mühlenberger Weg 64

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