Ingeborg Sello und ihre Künstlerfreunde

Thomas Sello
Thomas Sello

Ausstellungseröffnung: 17.1.2016, 15:30 Uhr
Einführung: Thomas Sello

Es ist ein einzigartiges Gemisch von über 40 Künstlerinnen und Künstlern, die Ingeborg Sello (1916-1982) mit ihrem Fotoapparat einfing, den Horst Janssen liebevoll auch „eine Art Hotel“ nannte. Berühmtheiten aus aller Welt, darun- ter Carl Hofer, Erich Heckel, Oskar Kokoschka, Joan Miro, Rolf Nesch und Max Ernst, kamen zu ihr ins 1948 nahe dem Hauptbahnhof eröffnete Atelier. Oder sie traf die Künstle- rinnen und Künstler in der „Galerie der Jugend“, die sie mit ihrem Ehemann Gottfried Sello von 1945 bis 1951 unter dem Dach des Finanzamtes führte. Neben internationalen Gästen empfing sie Vertreter der in der NS-Zeit verfolgten Hambur- gischen Sezession wie Fritz Kronenberg, Ivo Hauptmann, Hubertus Graf v. Merveldt, Edwin Scharff und Eduard Bar- gheer. Ebenso landete die junge Szene der Nachkriegszeit – Gisela Röhn, Ursula Querner, Horst Skodlerrak oder Volker Detlef Heydorn – in Ingeborg Sellos Dunkelkammer. ZEIT- Redakteur Manfred Sack über ihre Porträtfotos: „Es hat den Anschein, als habe sie alles getan, dass die Menschen mit sich selbst im Reinen waren, unverkrampft, gelassen dabei selbst- bewusst – und ein wenig neugierig auf das eigene Bild, das Werk der Fotografin.“

Zur Ausstellung (bis 5. Februar) erscheint ein Katalogbuch im Verlag Ellert und Richter.

© Fotos: K. Silva

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