20. April

wunschlos glücklich

Nicht wer wenig hat,
ist arm,
sondern
wer viel wünscht.

Seneca

voller Wünsche

19. April

Da kommt der Pfarrer zum Bauern zur Herbstzeit. Der Bauer erzählt ihm stolz, was so seine Ernte eingebracht hat. Er zeigt ihm seine Felder, die Scheunen und alles, was dazu gehört. Der Pfarrer weiß um sein geistliches Amt und sagt dem Bauern, er weiß ja wohl, wem er das alles zu verdanken hat. Ja, sagt der Bauer, das weiß er schon. Aber, Herr Pfarrer, sie hätten mal sehen müssen, wie das hier aussah, als Gott hier noch allein gewirtschaftet hat.

Quelle unbekannt

18. April

Internationaler Seegerichtshof

"Christlicher Realismus": ein Gebet in der Zeit des Zweiten Weltkrieges

Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Reinhold Niebuhr

17. April

dahinten - Licht

Kölsche Glaubenssätze:

„Et kütt, wie et kütt!
Et hätt noch emmer joot jejange!
Wat fott es, es fott!
Et bliev nix, wie et wor!
Wat wells de maache!
Drinks de ejne met?
Do laachs de disch kapott!“

Auszug aus: Matthias Drobinski. „Lob des Fatalismus.“

16. April

Wunschzeit am Rhein

Den Menschen in der kleinen Kneipe war der ältere Herr aufgefallen: Er kam jeden Tag zur gleichen Stunde, trank gemütlich ein zwei Bierchen und ging froh gestimmt. Eines Tages fragten sie ihn, warum er immer so ausgeglichen und fröhlich sei? Als Antwort erzählte er seine Geschichte:
Vor vielen Jahren saß ich hier an der Theke. Plötzlich saß ein Männchen neben mir auf dem Hocker und sagte: „Du hast Glück. Du hast drei Wünsche frei.“ – „Zum Teufel mit dir“, antwortete ich ärgerlich und schon war das Männchen verschwunden. Ich machte mir Sorgen, ob sich etwa mein erster Wunsch tatsächlich erfüllt hatte? Also sagte ich: „Zurück an die Theke!“ Und schon saß das Männchen wieder neben mir, allerdings mit einem vorwurfsvollen Blick und leicht versengten Barthaaren.
„Und dein dritter Wunsch?“ fragten die Kneipengäste, die jetzt so richtig neugierig geworden waren.
„Den dritten Wunsch habe ich mir bis heute aufgehoben!“, sagte er, trank sein Bier aus und ging vergnügt nach Hause.

Quelle unbekannt
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Wünsche - auch mitgenommen...

15. April

Die Geschichte führt fast tausend Jahre zurück in die einsame Welt Norwegens. Damals, es mag um das Jahr 1040 gewesen sein, war Magnus Olafson König. Das Christentum fasste erst mühsam Fuß; die Menschen dachten und handelten noch, wie es germanischer – heidnischer – Art seit alter Zeit entsprach. 

In jenen Tagen – so wird erzählt – hatte ein Gefolgsmann des Königs, Thorfin, einen Staatsstreich versucht; Rögnwald, ein Verwandter des Königs, wurde in diesem Aufruhr erschlagen. Nun war der König nach Recht und Brauch verpflichtet, den toten Rögnwald zu rächen, den untergetauchten Thorfin aufzutreiben und Tod gegen Tod auszugleichen. Also ließ er überall nach dem Rebell Thorfin forschen. Die Fahndung brachte lange Zeit keinen Erfolg, das Leben ging weiter. 
Eines Tages lud der König die Großen seines Reiches zu einem Mahle ein. Das Fest fand auf dem Königsschiff statt. 
Gerade als die Gäste Platz nehmen wollen, kommt ein Fremder auf das Schiff zugelaufen, struppig und wild anzusehen. Der schaut nicht rechts, nicht links, eilt über die Planke an Bord und stürzt, ohne Blick und Gruß – für alle Welt unerhört! – an den Tisch des Königs. Hier greift er ein Brot, bricht etwas davon und isst es. 
Der Gastgeber, mit ihm die Gäste, sind verblüfft. Eine solche Missachtung der Hausherren- und Tischrechte war beispiellos. Erregt springt der König auf: »Wer bist du?« Der Fremde kaut sein Brot zu Ende, dann sagt er: »Ich heiße Thorfin.« »Bist du der Jarl Thorfin?« - »So nennen mich die Männer.«
Da wird der König bleich und ringt mit seiner Fassung. Schließlich sagt er: »Wahrhaftig, Thorfin, bei meiner Ehre hatte ich geschworen, sollten wir uns je wieder unter die Augen treten, würdest du hinterher niemanden davon erzählen können …«
Und nach einer Pause: »Doch nach dem, was geschehen ist, kann ich dich nicht töten lassen. Es muss Frieden zwischen uns sein!« Und er lud den Todfeind an seinen Tisch.

Todfeindschaft endet plötzlich in ein neues Miteinander. Wie ist es möglich, dass ein Bissen Brot Frieden stiften kann?
Bei den germanischen Völkern war die Tischgemeinschaft hoch geachtet. Darüber wunderte sich bereits der römische Geschichtsschreiber Tacitus. Er schrieb, bei den Germanen werde schon der Tisch gedeckt, sobald nur der Schatten eines Fremden in die Türöffnung falle; und niemand brauche auf eine Einladung zu warten.
Selbst wenn es nur ein Bissen Brot war, vom Tisch des Hauses genossen, so konnte dieser Bissen Brot oder ein Schluck Wasser genügen, völlig neue Situationen zu schaffen.
Man stelle sich vor, wir, die wir Sonntag für Sonntag das eucharistische Brot miteinander teilen, würden dies beherzigen …

Kopiert aus einer Mail von Walter Lange

 

14. April

Trotz

Trotz
ist der Ausdruck
innerlicher Unabhängigkeit.

Moritz Lazarus

13. April

mit Witz

Im Wilden Westen will jemand ein Pferd kaufen. Ihm wird eins angeboten, das nur auf bestimmte Zurufe reagiert. Bei dem Wort "Gottseidank" soll es laufen, bei dem Wort "Amen" stoppen.
Der Mann kauft das Pferd. Kaum hat er ihm das Wort "Gottseidank" ins Ohr gerufen, galoppiert es auch schon los. Sie fliegen in hohem Tempo über die Ebene, meilenweit, bis sie sich einer abgrundtiefen Schlucht nähern. Verzweifelt sucht der Reiter nach dem Wort, mit dem das Pferd zu stoppen ist, aber es fällt ihm nicht ein. Schweren Herzens bereitet er sich auf sein Ende vor und betet als guter Christ noch ein Vaterunser.
Als er kurz vor der tödlichen Schlucht mit "Amen!" schließt, stoppt das Pferd in allerletzter Sekunde. Erleichtert stammelt der Reiter aus tiefstem Herzen: "Gott sei Dank!"

aus Hinrich C. G. Westphal "Die Seele geht zu Fuß"

12. April

RR

Der wahre Luxus unserer Zeit
ist nicht der Rolls-Royce vor der Stadt,
sondern der Stellplatz in der City.

Timm Bächle

 

11. April

Fantasie

 

Von kleinen Zeichen lebt die Liebe.

Quelle unbekannt

Elbblick

10. April

dazu ein Gruß vom Bodensee...

Den Text kennen wir alle - und die Konsequenzen??

„Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Die 15 größten Seeschiffe der Welt stoßen jährlich mehr schädliche Schwefeloxide aus als alle 760 Millionen Autos weltweit. Und kein einziges der luxuriösen Kreuzfahrtschiffe, die jetzt mit großen Fanfaren in Hamburg einlaufen, würde die Abgasnormen schaffen, die für Autos oder Lastwagen schon lange gelten“.

Alexander Porschke, Landesvorsitzender des NABU Hamburg
http://www.notopia.net/blog/2306/kreuzfahrtschiffe-schwefeloxid

 

9. April

John, sieben Jahre alt, überschlug sich vor Eifer, um davon erzählen zu dürfen, worüber sie in der Sonntagsschule gesprochen hatten. »Wir haben vom Himmel gesprochen«, erklärte er seiner Mutter und seinem Vater. «Wir malten, wie wir glauben, dass es im Himmel aussieht. Und ich durfte sagen, wie ich glaube, dass es im Himmel sein wird. Ich glaube, dort steht ein sehr großer und wunderschöner Engel mit einem goldenen Buch in der Hand. Und er ruft alle Namen auf. »Sofia Andersson« – und dann darfst du, Mama, »Hier!« sagen. Und dann sagt der Engel »Krister Andersson«. Und dann sagt Papa »Hier!« Und dann ruft der Engel Lisa und Benjamin auf und sie sagen auch »Hier!« Und schließlich ruft der Engel »John Andersson«. Dann muss ich so hoch hüpfen, wie ich kann, damit der Engel mich nicht übersieht. Und dann rufe ich so laut, wie ich nur irgend kann: »Hier!«
Ein paar Wochen später passierte etwas, was eigentlich nicht passieren sollte. Ein Autofahrer übersah den Siebenjährigen an einem Fußgängerüberweg. Eine Stunde später saß die ganze Familie Andersson an Johns Bett im Krankenhaus und musste die Nachricht entgegennehmen, dass John nicht mehr lange leben würde. Sie beteten und warteten und hofften, dass Gott eingreifen, ein Wunder vollbringen würde. Aber nichts passierte. Wo war nun Johns liebevoller Gott? Kurz bevor John aufhörte zu atmen, bekamen sie die Antwort. Das letzte Wort, das sie John laut und deutlich sagen hörten, war: »Hier!«

Aus dem Schwedischen  - gefunden im Newsletter des Blankeneser Hospizes

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einige Fotos stammen von Jan Teich - am Wochenende unten an der Elbe aufgenommen

8. April

Gelassen

Was machst du, um dich zu entspannen?", fragt der Schüler seinen Meister.

"Nichts", erwiderte der Meister. 
"Wenn ich gehe, gehe ich,
wenn ich esse, esse ich,
und wenn ich schlafe, schlafe ich."

"Das tun doch alle", meinte der Schüler darauf.

"Eben nicht!", antwortete der Meister.

Buddhistische Anekdote

7. April

Die Phantasie ist ein ewiger Frühling.

Friedrich von Schiller
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Und sonnige Bilder dazu

6. April

Der Mond ändert seine Gestalt
nur in unsern Augen.

Walter Ludin

 

5. April

blitzblank

"Das große Klarschiffmachen wie immer nach den Osterfeiertagen im Ortskern und in den Parks. Wir treffen uns um 10 Uhr auf der Wiese unter der Doppeleiche am Blankeneser Marktplatz. Mitglieder und Freunde des Blankeneser Bürger-Vereins sowie viele Blankeneser Schülerinnen und Schüler wollen die Ärmel aufkrempeln und ein Zeichen setzen für ein schöneres Blankenese. Gegen 12 Uhr gibt’s auf dem Markt Speis und Trank für alle Fleißigen."

Der Bürgerverein

4. April

in Nienstedten

Der Pessimist sieht nur den Tunnel,
der Optimist den Lichtschein am Ende des Tunnels,
der Realist den Tunnel samt Lichtschein –
und den nächsten Tunnel...

Quelle unbekannt

3. April

und Tschüss

Sei jedem Abschied voraus!

Rainer Maria Rilke

2. April

Aufgehen

Bei uns ist alle Tage Ostern,
nur
daß man einmal im Jahr Ostern feiert.

Martin Luther

Osterhimmel

1. April - Frohe Ostern!

Osterkreuz

Vor seiner Geburt war Jesus auferstanden.
Sterben gilt nicht für Gott und seine Kinder.
Wir Auferstandene vor unserer Geburt.

Rose Ausländer

Ilsabe H.